Vom Acker bis zum Teller: Wer testet, weiß Bescheid!

Unter dem Begriff der Lebensmittelsicherheit versteht man gemeinhin alle Maßnahmen und Konzepte, die darauf abzielen, den Verbraucher vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Schädigungen zu bewahren bzw. sicherzustellen, dass Lebensmittel zum Verzehr geeignet sind. Die Veterinärämter prüfen im Rahmen der amtlichen Lebensmittelkontrolle die Konzepte und Maßnahmen, die ein Lebensmittel verarbeitendes Unternehmen festgelegt hat, um die nötige Hygiene bei der Produktion und im Umgang mit Lebensmitteln sicherzustellen. Außerdem bewerten sie deren Umsetzung durch Betriebsanweisungen und das Handeln der Mitarbeiter.

Viele vergessen aber, dass sich die Lebensmittelsicherheit nicht auf das Lebensmittel verarbeitende Gewerbe oder die Gastronomie beschränkt . Im Gegenteil, die Vermeidung von Kontaminationen und/oder Rückständen sowie die Rückverfolgbarkeit der Produkte und ihrer Bestandteile beginnt tatsächlich bereits auf dem Acker. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Verbraucher möglichst umfassend geschützt wird – beispielsweise über Rückrufaktionen beim Erkennen einer Gefährdung.

In den letzten Jahren kommen in der gesellschaftlichen Diskussion noch weitere Aspekte hinzu: Verbraucher wollen wissen, woher die Lebensmittel kommen, die sie konsumieren. Dies gilt mit besonderem Augenmerk für Lebensmittel tierischen Ursprungs. Hier gilt es nicht nur durch Transparenz Vertrauen aufzubauen, sondern auch für den Haftungsfall gerüstet zu sein. Risiken zu minimieren bedeutet, dass ich als Erzeuger meine eigenen Prozesse immer wieder schärfen, den Markt beobachten und bei Einsatz neuer Betriebsmittel oder Technik die nötigen Qualitätskontrollen durchführen muss.

Nun kann ich als Landwirt – auch wenn ich mir meiner Rolle beim „Farming in the food chain“ bewusst bin – unmöglich Lieferanten-Audits für jedes Produkt in der Tierhaltung und jede verwendete Betriebsmittelcharge durchführen, wie dies ein Unternehmen der Lebensmittelindustrie tun würde. Was man aber tun kann, ist im Sinne von „Quality Farming“ die Funktion eines Betriebsmittels oder technischen Produkts in der Prozesskette zu kennen und zu bewerten und sich nur auf die Produkte zu verlassen, denen eine entsprechende Qualität und Unbedenklichkeit von neutraler und unabhängiger Stelle bestätigt wurde.

Hier kommen die DLG-Prüfungen ins Spiel. Gerade die Kernaussage des EuroTier-Leitthemas, das die Nutztierhaltung als tragende Säule für die nachhaltige Landwirtschaft definiert, nimmt viele Inhalte der Prüfungen des DLG-Testzentrums vorweg. Düngekalk erhält und fördert Gefüge und Fruchtbarkeit von Böden. Nachhaltig bedeutet auch, dass Öle, Kraftstoffe und Additive nachgewiesenermaßen dazu beitragen, bei Futteranbau, -ernte und -einlagerung die Kraftstoffeffizienz zu steigern. Stalldesinfektionsmittel mit DLG-Gütezeichen sind wirksam und materialschonend, so dass keine negativen Auswirkungen auf die Stalleinrichtungen zu befürchten sind. Hochwertige Siliermittel, Silo- und Stretchfolien sowie Ballenwickelnetze sorgen für geringe Futterverluste und hohe Futterqualität. Sie steigern so das Wohlbefinden der Tiere und tragen mit zum Tierwohl bei. Genauso wie Einstreupulver und Euterhygienemittel oder Klauenpflege- und -hygienemittel. Diese verringern nicht nur den Keimdruck für das Tier sondern zeichnen sich auch durch ihre Hautverträglichkeit aus und tragen somit auch dazu bei, dass den Tieren „wohl“ ist. Mit der Verwendung DLG-geprüfter Reinigungs- und Desinfektionsmittel für Melkanlagen können Sie sich als Landwirt auf beste Anlagenhygiene verlassen und damit die Produktion eines hochwertigen Lebensmittels sicherstellen.

Bei DLG-geprüften Mischfuttermitteln (Kraft- und Mineralfutter) ist nicht nur drin, was drauf steht. Vielmehr wird der bestehende Prüfrahmen mit der aktuellen Neufassung um wichtige, auf die gesamte Wertschöpfungskette ausgerichteter Kriterien erweitert und bildet damit die Anforderungen der Food Chain an Futtermittel zeitgemäß ab.

DLG-zertifizierte Bodenbeläge für den Liege- oder Laufbereich der Tiere sind besonders haltbar und zeichnen sich durch einen hohen Liege- bzw. Laufkomfort aus. Zu guter Letzt haben die DLG-Prüfer aber auch mögliche Schadstoffe in technischen Produkten im Blick, wie das Beispiel polyzyklischer, aromatischer Kohlenwasserstoffe in Liegeboxbelägen der Milchviehhaltung zeigt. DieseWeichmacher gelten als krebserregend– ein Migrieren von der Liegefläche ins Tier und vom Tier in die Milch sind deshalb zwingend auszuschließen.

So gilt von der Futtermittelproduktion auf dem Feld über die optimale Nutztierhaltung bis hin zu den Gewinnungsprozessen für Lebensmittel auf dem landwirtschaftlichen Betrieb: Wer testet, weiß Bescheid. „Quality Farming“ und „Food Safety“ gehören zusammen und beginnen mit der Verwendung DLG-geprüfter Produkte.