Internationale Konferenz

Zu neuen Horizonten: Osteuropäische Tierhalter auf dem Weg in internationale Märkte

Mittwoch, 18. November 2020, 10:00-12:30 Uhr

EuroTier 2020, Messegelande Hannover, Convention Center (CC), Saal 3B

Nachdem Zerfall der Sowjetunion brach in den meisten osteuropäischen Ländern auch die Tierproduktion zusammen. Die Tierbestände wurden rasant abgebaut, um die Liquidität zu sichern, und die Versorgung mit den heimischen Produkten tierischer Herkunft wich der Importware aus dem Westen. Jahrzehnte lang wurden die Länder Osteuropas als Abnehmer für Milch- und Fleischprodukte betrachtet. In den letzten Jahren beobachten wir jedoch eine Kehrtwende. Die Selbstversorgungsgrade sind deutlich angestiegen, bei manchen Produkten steht sogar die Überproduktion in Sicht, so dass das Thema Export immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Im Rahmen der Veranstaltung wollen wir gemeinsam mit den Vertretern aus verschiedenen osteuropäischen Ländern die Trends und Entwicklungsperspektiven der Tierproduktion in ihrer Heimat diskutieren. Ein besonderer Augenmerk wird auf die Strategien für Expansion in die neue Märkte gelegt. Wie sichern die Erzeuger ihre Wettbewerbsfähigkeit? Welche Rolle spielen dabei Kostensenkung, Qualität, Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit? Welche Lösungen im Bereich der technologischen Modernisierung und Digitalisierung streben die tierhaltenden Betriebe an? Wie beeinflussen Tierseuchen, wie Afrikanische Schweinepest, und Pandemien, wie Covid 19, den Weltmarkt und ob daraus neue Chancen für aufstrebende Länder Osteuropas entstehen?

Neben den Referenten aus Osteuropa werden auch die Experten aus den Zielmärkten wie Westeuropa, Asien und China auf das Podium eingeladen, um die Inhalte der Veranstaltung um ihre Sichtweise zu bereichern.

Insgesamt werden rund 150 Teilnehmer, Vertreter aus der Landwirtschaft, Beratung, Politik und Verbänden, erwartet. Die Konferenz wird in der Zusammenarbeit mit dem DLG-Länderarbeitskreis Osteuropa und verschiedenen Fachorganisationen sowie Medienpartnern aus Osteuropa organisiert.

Die Veranstaltung ist für die Teilnehmer kostenlos, aus organisatorischen Gründen wird um eine Online-Anmeldung gebeten.